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Seit Februar gilt das EU-Gesetz zur künstlichen Intelligenz– was Unternehmen jetzt wissen müssen

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt rasant zu, doch mit der wachsenden Verbreitung steigt auch die Notwendigkeit klarer Regeln. Seit Februar ist die EU-Gesetz zur künstlichen Intelligenz (EU AI-Gesetz) in Kraft, die Unternehmen dazu verpflichtet, sich mit neuen Anforderungen auseinanderzusetzen. Doch was bedeutet das konkret? Wer muss sich schnell fortbilden, und welche Sanktionen drohen bei Nichteinhaltung?

Was regelt die EU-KI-Verordnung?

Die KI-Verordnung der EU soll sicherstellen, dass Künstliche Intelligenz ethisch, sicher und transparent eingesetzt wird. Dabei werden KI-Systeme je nach Risiko in vier Kategorien eingeteilt:

  1. Unzulässige KI – Verbotene Anwendungen, z. B. manipulative Systeme oder Massenüberwachung.
  2. Hohes Risiko – KI-Anwendungen in kritischen Bereichen wie Gesundheitswesen, Justiz oder Personalwesen. Hier gelten strenge Auflagen.
  3. Geringes Risiko – KI, die nur minimale Auswirkungen hat, z. B. Chatbots, die als solche erkennbar sein müssen.
  4. Minimales Risiko – Freie Nutzung, z. B. KI-gestützte Rechtschreibkorrekturen.

Unternehmen müssen prüfen, in welche Kategorie ihre KI-Anwendungen fallen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Wer muss sich jetzt fortbilden?

Die neue Verordnung erfordert, dass Fachkräfte und Verantwortliche im Umgang mit KI schnell geschult werden. Besonders betroffen sind:

🔹 IT-Teams & Entwickler: Müssen sicherstellen, dass ihre KI-Systeme die neuen Anforderungen erfüllen.
🔹 Compliance- & Datenschutzbeauftragte: Benötigen detaillierte Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen.
🔹 HR- & Management-Teams: Sollten verstehen, wie KI im Unternehmen genutzt wird und welche Risiken bestehen.
🔹 Anwender & Mitarbeiter: Falls KI in Arbeitsprozessen genutzt wird, ist eine Sensibilisierung wichtig.

Die Einführung von Schulungen und Weiterbildungsprogrammen ist daher essenziell.

Welche Sanktionen drohen bei Verstoß?

Unternehmen, die sich nicht an die neuen Vorschriften halten, müssen mit hohen Strafen rechnen. Die Sanktionen orientieren sich an den DSGVO-Bestimmungen und umfassen:

⚠️ Bis zu 7 % des weltweiten Jahresumsatzes oder 35 Millionen Euro Strafe bei Verstoßen gegen die Kernvorschriften.
⚠️ Bis zu 3 % des Jahresumsatzes oder 15 Millionen Euro, falls Vorgaben nicht korrekt umgesetzt werden.
⚠️ Abmahnungen & Einschränkungen beim Einsatz von KI-Anwendungen.

Gerade für Unternehmen, die KI aktiv einsetzen oder entwickeln, sind die finanziellen Risiken erheblich.

Handlungsbedarf: Was Unternehmen jetzt tun sollten

Bestandsaufnahme durchführen: Welche KI-Systeme werden genutzt, und in welche Risikokategorie fallen sie?
Schulungen organisieren: Mitarbeiter gezielt fortbilden, um Compliance sicherzustellen.
Dokumentation prüfen & anpassen: Transparenz- und Sicherheitsanforderungen umsetzen.
Compliance-Check durchführen: Rechtliche Vorgaben mit internen Prozessen abgleichen.

Fazit: Schnell handeln lohnt sich

Die EU-KI-Verordnung bringt klare Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Unternehmen sollten sich jetzt intensiv mit den neuen Anforderungen beschäftigen, um Risiken zu vermeiden und Sanktionen vorzubeugen. Eine gezielte Weiterbildung der Mitarbeiter ist dabei der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung.

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